1. Warum Fahrzeuge und Werkzeuge nicht gleich behandelt werden sollten
Oft wird versucht, Fahrzeuge und Werkzeuge auf die gleiche Weise zu orten. Genau hier entsteht das Problem. Fahrzeuge haben Strom, bewegen sich dauerhaft und können kontinuierlich Daten senden. Werkzeuge hingegen sind klein, wechseln häufig den Einsatzort und verfügen meist über keine eigene Energieversorgung. Beide haben unterschiedliche Anforderungen und brauchen deshalb unterschiedliche Ortungskonzepte.
2. Fahrzeugortung: Aktive Ortung für Übersicht und Planung
Die Fahrzeugortung arbeitet aktiv. GPS-Tracker im Fahrzeug übertragen ihren Standort selbst in Echtzeit. So ist jederzeit sichtbar, wo sich ein Fahrzeug befindet, ob es unterwegs, im Einsatz oder im Stillstand ist. Diese Informationen bilden die Grundlage für Einsatzplanung, Disposition und Nachweise. Für Fahrzeuge und Maschinen ist diese Art der Ortung ideal, weil sie präzise und dauerhaft verfügbar ist.
Was die Fahrzeugortung allerdings nicht leisten kann, ist die Auskunft darüber, welche Werkzeuge sich im Fahrzeug befinden.
3. Werkzeugortung: Passiv, effizient und genau richtig
Die Werkzeugortung ergänzt die Fahrzeugortung sinnvoll. Sie arbeitet passiv. An Werkzeugen angebrachte Beacons senden ein Signal zur Identifikation, senden aber keinen eigenen Standort. Sie werden von Fahrzeugen oder Apps erkannt und dem jeweiligen Einsatz zugeordnet. Das System weiß dadurch, welche Werkzeuge im Fahrzeug vorhanden sind und wann sie zuletzt erfasst wurden.
Diese Art der Ortung ist wartungsarm, energieeffizient und ideal für eine große Anzahl an Werkzeugen.
4. Das Zusammenspiel schafft Transparenz und Beladungskontrolle
Der eigentliche Mehrwert entsteht, wenn Fahrzeug- und Werkzeugortung zusammenarbeiten. Die Fahrzeugortung liefert den Standort, die Werkzeugortung liefert die Information über die Ausstattung. Werkzeuge werden automatisch dem Fahrzeug und dessen Position zugeordnet. Verlässt ein Werkzeug das Fahrzeug, bleibt der letzte bekannte Ort nachvollziehbar.
So entsteht eine digitale Beladungskontrolle, die im Hintergrund läuft. Ohne Listen, ohne Abhaken und ohne manuelle Kontrolle.
5. Beladung prüfen, bevor es zum Problem wird
Besonders vor dem Einsatzstart zeigt sich der Nutzen. Das System erkennt automatisch, ob alle benötigten Werkzeuge im Fahrzeug sind. Fehlt etwas, wird das sichtbar, noch bevor das Fahrzeug zur Baustelle fährt. Umwege und Verzögerungen lassen sich so vermeiden, bevor sie entstehen.
Ein Vertriebsmitarbeiter von geoCapture bringt es auf den Punkt:
„Durch das Zusammenspiel von GPS-Trackern und Beacons sieht man automatisch, welche Werkzeuge im Fahrzeug sind und ob die Beladung vollständig ist, noch bevor es überhaupt auf den Weg zur Baustelle geht.“
6. Fazit: Zwei Technologien, ein Ziel
Werkzeugortung und Fahrzeugortung verfolgen unterschiedliche Ansätze, weil sie unterschiedliche Probleme lösen. Die eine arbeitet aktiv und präzise, die andere passiv und effizient. Erst im Zusammenspiel sorgen sie für die Transparenz, die im Arbeitsalltag entscheidend ist.
Unternehmen, die beide Technologien gemeinsam einsetzen, starten strukturierter in den Tag, vermeiden Unterbrechungen und behalten jederzeit den Überblick über Fahrzeuge und Werkzeuge.
