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Digitaler Tachograph, Fahrerkarte, Werkstattkarte, Unternehmenskarte

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Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Quelle: www.arbeitsschutz.nrw.de

Gründe zur Einführung des digitalen Tachographen

Warum wurde der digitale Tachograph eingeführt?

Die Einführung diente der effektiveren Kontrolle der nach EU-Vorschriften geltenden Lenk und Ruhezeiten des Fahrpersonals. Die Verkehrssicherheit wurde so erhöht und zugleich der Umgang mit dem Kontrollgerät vereinfacht – sowohl für den Fahrer als auch für Kontrollorgane und Unternehmen. Außerdem wurden die Voraussetzungen für den fairen europaweiten Wettbewerb durch gleiche Bedingungen verstärkt.

Worin lag die Verbesserung?

Die früher eingesetzten Systeme (analoge Kontrollgeräte) waren zu einfach zu umgehen und leichter zu manipulieren. Auch wurden die heutigen Erfordernisse hinsichtlich Funktion und Sicherheit durch ein analoges Kontrollgerät nicht erfüllt.

Die Unternehmen bekommen ein nützliches und einfaches Hilfsmittel für ein besseres Fuhrparkmanagement. Die Fahrer werden vor der möglichen strafbaren Übertretung bestimmter Vorschriften über zusätzliche Signale zeitgerecht vorgewarnt.

Vorgehens- und Funktionsweise

Welche Fahrzeuge müssen mit einem digitalen Tachographen ausgerüstet sein?

In alle Neufahrzeuge zur Güterbeförderung mit mehr als 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht und zur Personenbeförderung mit mehr als 8 Fahrgastplätzen müssen digitale Tachographen eingebaut sein.

Kann das analoge Kontrollgerät in einem vor dem 1. Mai 2006 zugelassenen Fahrzeug freiwillig durch ein digitales Tachographen ersetzt werden?

Ja, es spricht nichts gegen einen freiwilligen Ersatz eines analogen Kontrollgerätes durch einen digitalen Tachographen.

Welche Arten von Tachographenkarten gibt es?

  • Fahrerkarten
  • Unternehmenskarten
  • Werkstattkarten
  • Kontrollkarten

Ist der Besitz unterschiedlicher Arten der Tachographenkarte möglich?

Im Prinzip ja. Jeder Fahrer darf aber nur eine Fahrerkarte besitzen. Der Besitz aller Karten ist an bestimmte Funktionen gebunden.

Gibt es spezielle Tachographenkarten für den Fahrzeughandel?

Nein.

Brauche ich verschiedene Karten für Omnibusse und Lastkraftwagen?

Nein, Ihre Karte kann in jedem Fabrikat und Modell des digitalen Tachographen, unabhängig von dem Fahrzeug, in dem das Gerät eingebaut ist, verwendet werden.

Der Zeitrahmen

Ist man gezwungen, sich ein digitalen Tachographen zu beschaffen, auch wenn ein Fahrzeug schon einige Jahre gefahren wird?

Nein, das bestehende analoge Kontrollgerät kann bei bereits zugelassenen Fahrzeugen weiterverwendet werden. Auch wenn das analoge Kontrollgerät defekt wird, muss es nicht getauscht werden, solange es repariert werden kann. Fahrzeuge für die Personenbeförderung mit mehr als acht Sitzplätzen außer dem Fahrersitzund einer Höchstmasse von mehr als 10t sowie Fahrzeuge für die Güterbeförderung mit einer Höchstmasse von mehr als 12t, sofern sie von der Verordnung (EWG) 3821/85 erfasst und ab dem 1.1.1996 erstmals zum Verkehr zugelassen sind, sind im Falle der Ersetzung des Kontrollgerätes ebenfalls mit dem neuen Gerät nach Anhang 1B auszurüsten, sofern die Übermittlung der Signale an dieses Gerät völlig elektrisch erfolgt.

Ab wann muss man eine Fahrerkarte benutzen?

Grundsätzlich besteht die Verpflichtung sobald das Fahrzeug mit einem digitalen Tachographen ausgestattet ist. Die Benutzung des digitalen Tachographen ist ohne Fahrerkarte nur in Ausnahmefällen zulässig z.B. bei Verlust, Diebstahl oder ein Defekt der Fahrerkarte. In diesen Fällen müssen Sie die zuständige Behörde unterrichten und dürfen für höchstens 15 Kalendertage ihre Fahrt fortsetzen. (Vor Beginn und am Ende der Fahrt muss ein Ausdruck erstellt werden, welcher handschriftlich mit Namen, Kartennummer und Unterschrift versehen werden muss).

Die Gesetzgebung

Wo kann man mehr über die technischen Hintergründe erfahren?

Die vollständigen technischen Spezifikationen finden Sie im Anhang B der EG-Verordnung VO (EG) Nr. 1360/2002 vom 13. Juni 2002, veröffentlicht im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften L 207 vom 5. August 2002.

Wo kann man mehr über die rechtlichen Hintergründe erfahren?

Die rechtlichen Grundlagen finden Sie in der EG-Verordnung VO (EG) Nr. 2135/98 vom24. September 1998, veröffentlicht im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften L 274vom 9. Oktober 1998. Das digitale Tachographen (der digitale Tachograf).

Was ist das digitale Kontrollgerät?

Das Kontrollgerät besteht aus Verbindungskabeln, einem Weg- bzw. Geschwindigkeitsgeberund einer Fahrzeugeinheit.

Wie erkennt man, ob der digitale Tachograph funktioniert?

Der digitale Tachograph zeigt bei nicht korrekter Funktionsweise eine Fehlermeldung an.

Was wird im digitalen Tachograph gespeichert?

 

  • Herstellerdaten des Tachographen und des Sensors
  • Fahrgestellnummer und Kennzeichen
  • Sicherheitselemente- Ereignisse - z.B. Überdrehzahl, Verfälschungen
  • Fehler - Probleme mit Fahrerkarte/Tachograph
  • Identität des Fahrers und seine Aktivitäten (Arbeits-, Lenk- und Ruhezeiten)
  • Geschwindigkeit- Kilometerstand (Wegstrecke)
  • Werkstattdaten - Kalibrierung etc.- Kontrollaktivitäten - Arbeitsinspektoren, Exekutivorgane, etc.

Kann in die Daten Einblick genommen werden?

Ja. Die Daten können auf der Anzeige des digitalen Tachographen dargestellt, ausgedruckt oder heruntergeladen (Unternehmenskarte, Kontrollkarte, USB-Stick) werden.

Wie lange kann der digitale Tachograph die Daten speichern?

Der digitale Tachograph ist so konstruiert, dass Daten bei einem durchschnittlichen Gebrauch für mindestens 365 Tage gespeichert werden. Danach werden die jeweils längstens bestehenden Daten überschrieben.

Allgemeine Informationen für den Fahrer

Was ist zu tun, wenn die Beschäftigung als Fahrer aufgegeben wird?

Sie müssen überhaupt nichts machen. Sie können Ihre Fahrerkarte behalten.

Ist es von Bedeutung, ob der Fahrer ein überlassener Arbeitnehmer (Leiharbeiter) ist?

Nein. In diesem Fall gelten dieselben Bestimmungen wie für jeden anderen Fahrer.

Wer ist für die Verwahrung der Fahrerkarte verantwortlich?

Die Fahrerkarte wurde an den Fahrer ausgestellt und daher ist er für die sichere Aufbewahrung der Karte verantwortlich. Die Fahrerkarte sollte nie irgendwo liegen gelassen oder in einem unbeaufsichtigten Fahrzeug gelassen werden. Wenn ein anderer Fahrer Ihre Fahrerkarte verwendet, stellt dies einen strafbaren Missbrauch dar.

Wirkt sich der Entzug des Führerscheins auf die Fahrerkarte aus?

Nein.

Welche Information gibt man manuell ein?

Als Fahrer geben Sie das Symbol des Landes (ggf. zusätzlich die Region) zu Beginn und am Ende des Tages ein. Außerdem sind diverse Fahreraktivitäten (alle sonstigen Arbeitszeiten, bei denen nicht gefahren wird, Ruhezeiten und Unterbrechungen) einzugeben. Andere Informationen werden automatisch auf der Fahrerkarte aufgezeichnet. Der digitale Tachograph übernimmt die Informationen von der Fahrerkarte, nachdem Sie diese in den digitalen Tachographen eingesteckt haben. Umgekehrt werden die Informationen bezüglich des Fahrzeuges vom digitalen Tachographen auf der Fahrerkarte gespeichert. Der Kilometerstand wird über den digitalen Tachograph automatisch kopiert.

Wie prüft man die Arbeitszeiten?

Sie können die Zeiten entweder an der Anzeige des digitalen Tachographen oder auf einem Ausdruck oder durch Herunterladen der Daten von der Fahrerkarte ersehen.

Was gilt, wenn abwechselnd Fahrzeuge mit einem analogen und einem digitalen Tachographen gefahren werden?

Für den notwendigen Nachweis der Lenk- und Ruhezeiten hat der Fahrer gemäß den gesetzlichen Vorgaben zu sorgen.

Was passiert, wenn der digitale Tachograph nicht mehr funktioniert?

Die gesetzlichen Bestimmungen sind unverändert. Sie müssen von allen Ihren Aktivitäten Ersatzaufzeichnungen erstellen z.B. mit Hilfe eines Tageskontrollblattes oder auf der Rückseite eines Schaublattes. Nähere Einzelheiten hierzu sind Artikel 16 Abs. 2 der VO (EWG) Nr. 3821/85 zu entnehmen. Die umgehende Reparatur des Tachographen ist zu veranlassen!

Wie erkennt man, ob der digitale Tachograph funktioniert?

Der digitale Tachograph zeigt bei nicht korrekter Funktionsweise eine Fehlernachricht. Hat das Gerät jedoch einen Totalausfall, ist keine Anzeige erkennbar. Ein Speditionsunternehmen hat 4 bis 5 Fahrzeuge und tauscht ein Fahrzeug gegen eines mit einem neuen digitalen Tachographen.

Müssen dann alle Fahrer im Unternehmen eine Fahrerkarte besitzen?

Nur die Fahrer, die das neue Fahrzeug fahren, müssen eine Fahrerkarte haben. Jeder Fahrer muss für den laufenden Tag und der vorausgehenden 28 Kalendertage an dem er ein kontrollpflichtiges Fahrzeug gefahren ist, alle Aufzeichnungen zu seinen Aktivitäten mitführen und bei Kontrollen auf Verlangen vorweisen (unabhängig davon, ob sie auf einem elektronischen Medium gespeichert oder auf einem Schaublatt aufgezeichnet sind.

Wie wechselt man die Betriebsart?

Allgemein durch Drücken eines Knopfes bis die korrekte Betriebsart auf der Anzeige erscheint. Dieser Vorgang kann jedoch zwischen den einzelnen Tachographen, Herstellern und Typen unterschiedlich sein.

Zeigt das Gerät die Anzahl der bereits gefahrenen Zeit?

Sie können die bisher gefahrene Zeitdauer auf der Anzeige oder auf einem Ausdruck nachlesen. Sie erhalten eine akustische Warnung 15 Minuten vor dem Zeitpunkt der Überschreitung einer ununterbrochenen Fahrt von 4½ Stunden.

Wie stellt man die Uhr ein?

Die Funktion Zeiteinstellung ermöglicht im Abstand von mindestens 7 Tagen eine Anpassung der aktuellen Uhrzeit um höchstens 1 Minute. Die interne Uhr wird permanent nach UTC (Coordinated Universal Time) Zeit gestellt. Es ist jedoch möglich, die angezeigte Uhrzeit in die lokale Uhrzeit in sichtbaren Halbstundenschritten umzuändern (Betriebsanleitung).

Registriert der digitale Tachograph die Geschwindigkeit?

Ja. Der digitale Tachograph registriert die Geschwindigkeit für die letzten 24 Stunden in Sekundenschritten. Eine Geschwindigkeitsüberschreitung wird als Ereignis gespeichert.

Wo muss die Fahrerkarte eingesteckt werden?

Es gibt 2 Kartenaufnahmen auf der Vorderseite des digitalen Tachographen für Fahrer 1 und Fahrer 2. Wenn Sie allein fahren, stecken Sie die Fahrerkarte in Kartenaufnahme 1. Gibt es 2 Fahrer, steckt die Person, die fährt, ihre Fahrerkarte in die Kartenaufnahme 1 und die andere Person steckt ihre Fahrerkarte in die Kartenaufnahme 2. Wechseln sich die Personen beim Fahren ab, werden die Fahrerkarten entsprechend umgesteckt.

Kann man den LKW oder Bus starten und fahren, ohne eine Fahrerkarte zu verwenden?

Ja, trotzdem werden die Daten im Massenspeicher des Tachographen aufgezeichnet. Allerdings fehlen die fahrerbezogenen Daten. Diese können auch manuell eingegeben werden.

Wie geht man vor, wenn man nach Verlassen eines Fahrzeuges weiterarbeitet?

Wenn das Fahrzeug verfügbar bleibt während der Fahrer außerhalb des Fahrzeuges arbeitet, dann wählt er als Modus "andere Arbeit" und geht seiner Arbeit außerhalb des Fahrzeuges nach. Die Fahrerkarte bleibt während dieser Zeit im Tachograph, vorausgesetzt das Fahrzeug wird nicht von einem anderen Fahrer bewegt.

Wie geht man vor, wenn man bereits gearbeitet hat, bevor man ein Fahrzeug übernimmt?

Wenn das Fahrzeug nicht verfügbar war, sind Ihre Anfangszeit und Ihre verschiedenen Aktivitäten - Arbeit/Bereitschaft/Pause/Ruhe manuell einzugeben, bevor Sie zu fahren beginnen.

Wie zeichnet man Ruhezeiten während eines begleitenden Bahn- oder Fährtransports auf?

Mittels manueller Dateneingabe kann Beginn und Ende der Ruhezeit eingegeben werden. Die gesetzlichen Regelungen zur Inanspruchnahme dieser Ruhezeit gemäß Art. 9 der VO (EG) Nr. 561/2006 bleiben unverändert.

Wie zeichnet man Arbeit außerhalb des Fahrzeuges auf?

Wenn das Fahrzeug verfügbar bleibt während der Fahrer außerhalb des Fahrzeuges arbeitet, dann wählt er als Modus „andere Arbeit“ und geht seiner Arbeit außerhalb des Fahrzeuges nach. Das Fahrzeug kann in dieser Zeit trotzdem von jemand anderem genutzt werden. In diesem Fall muss der Fahrer bei Verlassen des Fahrzeugs seine Fahrerkarte aus dem digitalen Tachograph entnehmen. Wenn er wieder zum Fahrzeug zurückkehrt und seine Karte in den digitalen Tachograph schiebt, bietet der digitale Tachograph die Möglichkeit, seine Aktivitäten von dem Zeitpunkt an mittels manueller Dateneingabe aufzuzeichnen.

Kann die Betriebsart zu einem späteren Zeitpunkt gewechselt werden?

Nein, alle Änderungen der Betriebsart sind Echt-Zeit-Daten und müssen zu der Zeit vorgenommen werden, zu der die Änderung stattfindet.

Warum gibt es einen Drucker?

Einen Drucker gibt es, um jederzeit einen Ausdruck der Daten zum Zweck der Kontrolle zu ermöglichen. Wenn Ihre Fahrerkarte verloren geht, gestohlen wird oder defekt bzw. ungültig ist, müssen Sie täglich einen Ausdruck als Aufzeichnung Ihrer Aktivitäten durchführen.

Ist ein Ausdruck jederzeit durchführbar?

Sie können Ihre Zeiten zu jeder Zeit ausdrucken.

Muss der Fahrer geeignetes Druckpapier mitführen?

Der Fahrer hat dafür zu sorgen, dass ausreichend Papier vorhanden ist. Dem Arbeitgeber obliegt, dass geeignetes Druckpapier zur Verfügung steht.

Wer ist dafür verantwortlich, den Fahrer auf die Funktionalität des digitalen Tachographen einzuschulen?

Ihr Arbeitgeber ist dafür verantwortlich, dass Sie in der Lage sind, korrekt zu handeln. Sie selbst haben sicherzustellen, dass Sie wissen, wie lange Sie gefahren sind und wie der Tachograph benutzt wird - sowohl analog als auch digital.

Die Fahrerkarte

Wozu dient die Fahrerkarte?

Die Fahrerkarte enthält die Daten zur Identität des Fahrers und ermöglicht die Speicherung seiner Tätigkeitsdaten.

Ab wann ist eine Fahrerkarte zu verwenden?

Grundsätzlich besteht die Verpflichtung sobald das Fahrzeug mit einem digitalen Kontrollgerät ausgestattet ist. Die Benutzung des digitalen Kontrollgerätes ist ohne Fahrerkarte nur in Ausnahmefällen zulässig, zum Beispiel bei Verlust, Diebstahl oder ein Defekt der Fahrerkarte. In diesen Fällen müssen Sie die zuständige Behörde unterrichten und dürfen für höchstens 15 Kalendertage ihre Fahrt fortsetzen. Nähere Einzelheiten hierzu sind Artikel 16 Abs. 2 der VO (EWG) Nr. 3821/85 zu entnehmen.

Wann muss eine Ersatz-Fahrerkarte beantragt werden?

Muss eine Fahrerkarte aufgrund von Beschädigung, eines Verlusts oder Diebstahls neu beantragt werden, wird innerhalb von 5 Werktagen ab Beantragung (Komplettierung der Unterlagen) eine Ersatzkarte ausgestellt. Nähere Einzelheiten hierzu sind Artikel 16 Abs. 2 der VO (EWG) Nr. 3821/85 zu entnehmen.

Wo kann man eine Fahrerkarte beantragen?

Anträge auf Ausstellung einer Fahrerkarte können in Nordrhein-Westfalen bei den kommunalen Fahrerlaubnisbehörden gestellt werden.

Unter welchen Voraussetzungen bekommt man eine Fahrerkarte ausgestellt?

Der Antragsteller hat folgende Unterlagen vorzulegen: - inländische Antragsteller einen EU-Kartenführerschein (eine gleichzeitige Beantragung dieser FE mit der Fahrerkarte ist zulässig); im Übrigen eine gültige außerdeutsche Fahrerlaubnis - Nachweis über Wohnsitz im Inland und Anschrift - Nachweis über Geburts- und Familiennamen, Vornamen, Tag und Ort der Geburt - Lichtbild vor hellem Hintergrund in der Größe 35 mm x 45 mm, das den Antragsteller ohne Kopfbedeckung im Halbprofil zeigt

Kann die Ausstellung einer Fahrerkarte verweigert werden?

Ja, wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt werden oder der Antragsteller bereits im Besitz einer gültigen Fahrerkarte ist.

Wie viele Fahrerkarten darf man besitzen?

Sie dürfen nur im Besitz EINER gültigen Fahrerkarte sein. Sie sind nur berechtigt, Ihre eigene personalisierte Fahrerkarte zu verwenden.

Wie hoch sind die Kosten für eine Fahrerkarte?

Für die Fahrerkarte ist eine Gebühr von 41 EUR zu entrichten. Soll die Zustellung der Karte im Direktversand erfolgen, erhöht sich die Gebühr um weitere 5 EUR.

Wie lang ist die Fahrerkarte gültig?

Jede Fahrerkarte ist 5 Jahre gültig. Wenn sie gestohlen, verloren oder defekt wird, wird auf Antrag eine neue Fahrerkarte für die bereits bestehende Gültigkeitsdauer ausgestellt.

Was passiert, wenn die Gültigkeit der Fahrerkarte abläuft?

Wenn Sie die Erneuerung Ihrer Fahrerkarte wünschen, müssen Sie bei der zuständigen Führerscheinstelle spätestens 15 Werktage vor Ablauf der Gültigkeit der Karte einen entsprechenden Antrag stellen.

Kann die Fahrerkarte eingezogen oder für ungültig erklärt werden?

Ja, wenn sich herausstellt, dass die Karte gefälscht ist der Fahrer eine Karte verwendet, deren Inhaber er nicht ist oder die Karte unter Vortäuschung falscher Tatsachen und/oder gefälschter Dokumente erwirkt wurde. Die Karte ist der ausstellenden Behörde zurückzugeben.

Was passiert, wenn die Fahrerkarte beschädigt ist, Fehlfunktionen aufweist oder sich nicht im Besitz des Fahrers befindet?

Bei Beschädigung oder Fehlfunktion hat der Fahrer die Karte an die ausstellende Führerscheinstelle zurückzugeben. Der Fahrer darf seine Fahrt ohne Fahrerkarte während eines Zeitraums von höchstens 15 Kalendertagen fortsetzen (bzw. während eines längeren Zeitraums, wenn dies für die Rückkehr des Fahrzeugs zu dem Standort des Unternehmens erforderlich ist), sofern er nachweisen kann, dass es unmöglich war, die Fahrerkarte während dieses Zeitraums zu benutzen. Der Fahrer hat zu Beginn seiner Fahrt die Angaben zu dem von ihm verwendeten Fahrzeug auszudrucken, auf diesem Ausdruck Geburts- und Familiennamen und Vornamen sowie die Nummer der Fahrerkarte oder des Führerscheins einzutragen, seine Unterschrift anzubringen sowie seine Lenk- und Ruhezeiten, sonstige Arbeitszeiten, Bereitschaftszeiten und Arbeitsunterbrechungen einzutragen. Am Ende seiner Fahrt hat der Fahrer die von dem Kontrollgerät aufgezeichneten Zeiten auszudrucken, auf dem Ausdruck die Zeiten der nicht als Fahrtätigkeit geltenden Tätigkeiten (seit dem Ausdruck zu Beginn der Fahrt), Geburts- und Familiennamen und Vornamen sowie die Nummer der Fahrerkarte oder des Führerscheins einzutragen und mit seiner Unterschrift zu versehen. In jedem Fall ist die neue Fahrerkarte innerhalb von sieben Kalendertagen unter Angabe der Gründe für die Antragstellung zu beantragen. Zusätzlich ist im Falle des Diebstahls bei der zuständigen Behörde Anzeige zu erstatten, wo sich der Diebstahl ereignet hat. Erst danach kann unter Vorlage der Diebstahlsanzeige eine neue Karte beantragt werden.

Wie viele Daten sind auf der Fahrerkarte gespeichert?

Die Fahrerkarte speichert mindestens 28 Tage durchschnittliche Fahreraktivitäten. Nach dieser Zeitspanne werden die jeweils längstens bestehenden Daten überschrieben.

Was wird auf der Fahrerkarte aufgezeichnet?

 

  • Informationen über den ausstellenden Staat
  • Dauer der Gültigkeit und Ausstellungsdatum
  • Name, Geburtsdatum und Führerscheinnummer des Fahrers
  • Die Benutzung des/der Fahrzeuge(s) betreffende Daten des Fahrers, Datum, Zeiten, behördliches Kennzeichen, Kilometerstand
  • Aktivitäten des Fahrers, Datum, Zeit, gesamte gefahrene Strecke, Änderung der Aktivität (Fahrt/Pause etc.) sowie Anzahl an Fahrern
  • Ereignisse, Fehler und Kontrollen

Wie sieht man, welche Daten auf der Fahrerkarte vorhanden sind?

Daten können auf der Anzeige des digitalen Kontrollgeräts angesehen oder mit dem Drucker des Kontrollgerätes ausgedruckt werden. Eine weitere Möglichkeit ist durch das Herunterladen der Daten gegeben.

Allgemeine Informationen für Werkstätten

Muss die Werkstatt Fahrer- oder Unternehmensdaten aufbewahren?

Bei Austausch oder Reparatur eines digitalen Kontrollgerätes sind alle Daten des Kontrollgerätes von geschulten Personen einer anerkannten, ermächtigten oder von anerkannten Kontrollgeräteherstellern beauftragten Werkstatt zu speichern und mindestens zwei Jahre lang aufzubewahren. Die gespeicherten Daten sind dem Zulassungsbesitzer oder dem Arbeitgeber des Fahrers, dessen Daten gespeichert sind, auf Verlangen zur Verfügung zu stellen und dürfen ohne behördliche Anordnung nicht an Dritte weitergegeben werden.

Wie werden Ausdrucke gemacht?

Das Handbuch zur Benutzung des digitalen Kontrollgerätes beinhaltet nähre Informationen dazu. Andererseits können die Daten auf einen Computer heruntergeladen und mit geeigneter Hard- und Software zur Ansicht gebracht und ausgedruckt werden.

Wenn man bereits für analoge Kontrollgeräte berechtigt ist, gilt dies auch für digitale Kontrollgeräte?

Der Werkstattinhaber (Inhaber der Ermächtigung gemäß § 57b StVZO) muss eine Ausstellung der Werkstattkarten für die bei ihm beschäftigte verantwortlichen Fachkraft beantragen. Die Voraussetzungen zur Erteilung einer Werkstattkarte sind § 7 FPersV zu entnehmen. Der Nachweis über die Erfüllung dieser Voraussetzungen ist im Zuge der Beantragung der Werkstattkarten bei der Behörde (in Nordrhein-Westfalen unter www.digiko.nrw.de) zu erbringen.

Muss sich das Personal einer Schulung unterziehen?

Das anerkannte oder von anerkannten Kontrollgeräteherstellern beauftragte Werkstattpersonalbenötigt eine Schulung im Bereich Installation, Aktivierung, Kalibrierung und Kontrolleder Geräte nach § 57b Abs. 3 StVZO.13

Wer führt die Schulung nach § 57 b Abs. 3 StVZO durch?

Die Schulung wird (unter Maßgabe der Anlage XVIIIc zur StVZO) durchgeführt durch:

 

  • Hersteller für Fahrtschreiber oder Kontrollgeräte
  • von einem Hersteller für Fahrtschreiber oder Kontrollgeräte autorisierte und für solche Schulungen geeignete Stellen oder
  • vom Bundesinnungsverband des Kraftfahrzeughandwerks autorisierte und für solche Schulungen geeignete Bildungsstätten des Handwerks

Welche Anforderungen bezüglich der Plombierung gibt es?

Folgende Geräteteile müssen plombiert werden:

 

  • jeder Anschluss, sofern es bei einer Trennung der Verbindung zu nicht nachweisbaren Änderungen oder nicht feststellbaren Datenverlusten kommen würde
  • das Einbauschild, es sei denn, es ist so angebracht, dass es sich nicht ohne Vernichtung der Angaben entfernen lässt.

Werden die Fahrzeuge bereits während der Herstellung im Werk kalibriert?

Eine komplette Kalibrierung durch den Fahrzeughersteller ist bei digitalen Kontrollgerätennicht möglich, da für die Kalibrierung die Eingabe des amtlichen Kennzeichens benötigt wird, welches während der Herstellung des Fahrzeuges noch nicht bekannt ist.

Die Werkstattkarte

Wozu dient die Werkstattkarte?

Die Werkstattkarte weist den Karteninhaber aus und ermöglicht die Prüfung, Wartung und Kalibrierung bzw. das Herunterladen der Daten des Kontrollgerätes.

Wie sieht man, welche Informationen die Karte enthält?

Um die auf der Karte gespeicherten Daten ansehen zu können, müssen diese zuerst aufeinen Computer heruntergeladen werden und können danach mit der dafür geeigneten Software am Bildschirm betrachtet werden. Eine andere Möglichkeit der Betrachtung derDaten besteht darin, die Anzeige am Kontrollgerät zu lesen.

Welche Daten sind auf der Werkstattkarte ersichtlich und gespeichert?

Auf der Werkstattkarte sind folgende Daten ersichtlich:

 

  • Name der Werkstatt
  • Name der verantwortlichen Fachkraft
  • Vorname(n) des Karteninhabers
  • Gültigkeitsdauer
  • Anschrift der Werkstatt

 

Des weiteren müssen auf der Werkstattkarte folgende Daten gespeichert werden können:

 

  • Sicherheitselemente
  • Kartenkenndaten (Kartennummer, ausstellender Mitgliedstaat, Name der ausstellenden Behörde, Ausstellungsdatum, gültig ab/bis)
  • Karteninhaberkenndaten (Name der Werkstatt, Anschrift der Werkstatt, Name des Inhabers,Vorname(n) des Inhabers, Muttersprache)
  • Daten zu gefahrenen Fahrzeugen
  • Fahrertätigkeitsdaten
  • Daten zum Beginn/Ende des Arbeitstages
  • Ereignis- und Störungsdaten
  • Kontrollaktivitätsdaten
  • Kalibrierungs- und Zeiteinstellungsdaten

 

Wer soll die Werkstattkarte anwenden und wofür?

Die Werkstattkarte wird von entsprechend geschulten verantwortlichen Fachkräften vonanerkannten Werkstätten oder von anerkannten Kontrollgeräteherstellern beauftragtenWerkstätten zum Einbau, zur Prüfung und Kalibrierung von digitalen Kontrollgeräten verwendet.

Werden Werkstattkarten an das Personal oder an die Werkstätte ausgegeben?

Die Werkstattkarte ist Eigentum der Werkstatt, bei dem die verantwortliche Fachkraft, aufdie die Werkstattkarte persönlich ausgestellt wird, beschäftigt ist

Kann die Ausstellung einer Werkstattkarte verweigert werden?

Die Ausstellung einer Karte ist ein Verwaltungsverfahren nach den gesetzlichen Grundlagen.Daher kann die Ausstellung einer Karte verweigert werden, wenn die gesetzlich vorgegebenenVoraussetzungen (zum Beispiel qualifiziertes und geschultes Personal, benötigteEinrichtungen) nicht erfüllt bzw. nicht im Antragsverfahren nachgewiesen werden.

Muss man für den Erwerb einer Werkstattkarte einen Führerschein besitzen?

Nein. Die Werkstattkarte ersetzt jedoch in keinem Fall eine Fahrerlaubnis. Wie bekomme ich eine Werkstattkarte? In Nordrhein-Westfalen können die Anträge online unter www.digiko.nrw.de gestellt werden.Voraussetzung zur Ausstellung einer Werkstattkarte stellt unter anderem eine Ermächtigunggemäß § 57b StVZO dar.

Wie viel kostet die Werkstattkarte?

Die Werkstattkarte kostet in NRW 36 Euro, wenn Sie Ihren Antrag online stellen 31 Euro.

Kann für die Kalibrierung anstelle der Werkstattkarte eine andere Karte (Unternehmens-,Kontroll-, oder Fahrerkarte) verwendet werden?

Nein.

Darf ich zusätzlich zu einer Werkstattkarte noch eine weitere Karte besitzen?

Unternehmen brauchen abhängig von ihren Anforderungen eine oder mehrere Unternehmenskarten.

Wie lange sind die Werkstattkarten gültig?

Werkstattkarten sind ein Jahr gültig.

Was passiert wenn die Werkstattkarte plötzlich nicht mehr funktioniert?

Sie können bei der ausgebenden Stelle eine Ersatzkarte beantragen. Muss eine neue Werkstattkarte aufgrund eines Defekts neu beantragt werden, wird die Karte innerhalb vonfünf Werktagen nach Antragseingang ausgestellt.

Was passiert wenn die Werkstattkarte verloren geht oder gestohlen wird?

Sie können bei der ausgebenden Stelle eine Ersatzkarte beantragen. Muss eine neue Werkstattkarte aufgrund eines Verlusts oder Diebstahls neu beantragt werden, wird die Karte innerhalb von 5 Werktagen nach begründetem Antragseingang ausgestellt. Bei Verlustist eine schriftliche Erklärung über den Verlust vorzulegen, bei Diebstahl der Nachweiseiner Anzeige.

Was passiert wenn die Werkstattkarte ihre Gültigkeit verliert?

Werkstätten/Techniker, die die Erneuerung ihrer Werkstattkarte wünschen, haben bei der ausgebenden Stelle, von der sie sie bekommen haben, spätestens 15 Werktage vor Ablauf der Gültigkeit ihrer Karte einen entsprechenden Antrag zu stellen. In Nordrhein-Westfalen können die Anträge online unter www.digiko.nrw.de gestellt werden.

Die Unternehmenskarte

Wozu dient die Unternehmenskarte?

Die Unternehmenskarte weist das Unternehmen aus und ermöglicht die Anzeige, das Herunterladen und den Ausdruck der Daten, die in dem Kontrollgerät gespeichert sind. Die Karte ist anderen Unternehmen gegenüber gesperrt.

Wer kann eine Unternehmenskarte beantragen?

Jedes Unternehmen, das ein gewerblich genütztes Fahrzeug mit inländischen Kennzeichen (ausgerüstet mit einem digitalen Kontrollgerät) einsetzt, kann eine Unternehmenskarte beantragen.

Wie lang sind die Unternehmenskarten gültig?

Die Unternehmenskarte ist fünf Jahre gültig.

Was passiert, wenn die Unternehmenskarte nicht mehr funktioniert?

Sie können bei der ausgebenden Stelle, in NRW online unter www.digiko.nrw.de, eine Ersatzkarte beantragen. Muss eine Unternehmenskarte aufgrund eines Defekts neu beantragt werden, wird die Karte innerhalb von 5 Werktagen ausgestellt.

Was passiert, wenn die Unternehmenskarte verloren geht oder gestohlen wird?

Sie können bei der ausgebenden Stelle, in NRW online unter www.digiko.nrw.de, eine Ersatzkarte beantragen. Die Ersatzkarte wird Ihnen innerhalb von 5 Werktagen nach Zahlungseingang ausgestellt.

Was passiert, wenn die Unternehmenskarte ihre Gültigkeit verliert?

Sie können bei der ausgebenden Stelle oder in Nordrhein-Westfalen online unter www.digiko.nrw.de eine Folgekarte beantragen.

Wie viele Unternehmenskarten kann eine Firma haben?

Ein Unternehmen kann über maximal 62 Unternehmenskarten unter einer Indexnummer verfügen. Werden darüber hinausgehend Karten benötigt, ist dies unter einer weiteren Indexnummer möglich.

Wie bekommt man eine Unternehmenskarte?

In Nordrhein-Westfalen können die Anträge online unter www.digiko.nrw.de abgegeben werden. Sie müssen dabei folgende Angaben machen und folgende Nachweise einschicken:

 

  • Identität des Unternehmens, wie Name, Anschrift und Sitz des Unternehmens
  • Geburts- und Familiennamen, Vornamen, Tag und Ort der Geburt sowie Anschrift des Unternehmens, bei juristischen Personen der nach Gesetz oder Satzung zur Vertretung berufenen Person

Wie viel kostet die Unternehmenskarte?

Die Unternehmenskarte kostet in NRW 34 Euro, wenn Sie Ihren Antrag online stellen (www.digiko.nrw.de) 30 EUR.

Kann man zum Sperren von Daten im digitalen Kontrollgerät anstelle der Unternehmenskarte eine Werkstattkarte benutzen?

Nein. Unternehmens- und Werkstattkarten haben unterschiedliche Funktionen.

Braucht man unterschiedliche Unternehmenskarten für unterschiedliche Betriebsstätten?

Dies ist abhängig von der Struktur und Strategie des Unternehmens.

Braucht man eine Unternehmenskarte, wenn man selbstständiger Fahrer ist?

Ja. Sie brauchen eine Unternehmenskarte um Ihre Daten im Kontrollgerät vor fremden Zugriff zu schützen, wenn Sie ein Fahrzeug mieten oder kaufen. Ihre Daten sind von dem Zeitpunkt an geschützt, an welchem Sie diese mittels Ihrer Unternehmenskarte sperren. Darüber hinaus wird die Unternehmenskarte zum Herunterladen der Daten verwendet.

Welche Daten sind auf der Unternehmenskarte ersichtlich und gespeichert?

Die Karte beinhaltet Identifikationsdaten und Daten zu den Vorgängen (Daten sperren und herunterladen). Identifikationsdaten:

 

  • Kartennummer
  • Ausstellungsland, Name der Ausgabestelle , -datum - Gültigkeitsdauer
  • Unternehmensnamen und -adresse

Daten zu den Vorgängen:

 

  • Datum, Uhrzeit und Art der ausgeführten Aktivitäten (Kontrollgerät/Herunterladen der Karte)
  • Zeitraum des Herunterladens
  • Fahrzeugregistrierung und Registrierungsbehörde

Wie viele Daten werden auf der Unternehmenskarte erfasst?

Die Karte beinhaltet mindestens 230 Aufzeichnungen von Aktivitäten, für die sie verwendet wurde.

Wie sieht man, welche Daten auf der Unternehmenskarte gespeichert sind?

Sie können die Daten auf der Unternehmenskarte sehen, indem Sie diese auf einen Computer mit einer geeigneten Software herunterladen. Es sind jedoch keine Daten zu den Fahreraktivitäten auf der Unternehmenskarte gespeichert.

Unternehmensmanagement

Muss man die Fahreraufzeichnungen/Fahrerdaten aufbewahren?

Der Unternehmer hat die auf der Fahrerkarte (spätestens alle 28 Tage) und im Massenspeicher des digitalen Kontrollgerätes (spätestens alle 3 Monate) gespeicherten Daten in regelmäßigen Abständen zu kopieren und diese Daten 1 Jahr zu speichern und zusätzlich von allen kopierten Daten eine Sicherheitskopie zu erstellen und gesondert aufzubewahren.

Kann man von der freiwilligen Analyse der Aktivitäten der Fahrer durch geeignete Experten/Firmen/EDV Gebrauch machen?

Ja. Es ist Ihnen auch weiterhin freigestellt, wie Sie Ihren Verpflichtungen gemäß den Bestimmungen der Sozialvorschriften nachkommen. Die Kontrolle erfolgt auf jeden Fall wie bisher durch die zuständigen Behörden.

Informationen für die Kontrolle auf der Straße

In welcher Art und mit welchem Inhalt erfolgt die Kontrolle auf der Straße?

Die Kontrolle ändert sich durch die Art der verwendeten Geräte nicht.

Wozu dient die Kontrollkarte?

Die Kontrollkarte weist die Kontrollstelle aus und ermöglicht das Lesen, Ausdrucken und/oder Herunterladen der im Massenspeicher oder auf Fahrerkarten gespeicherten Daten.

Welche Daten sind auf der Kontrollkarte ersichtlich und gespeichert?

Auf der Kontrollkarte ersichtlich sind folgende Daten:

 

  • Name der Kontrollstelle
  • Gültig ab
  • Gültig bis
  • Ausstellende Behörde
  • Kartennummer
  • Anschrift der Kontrollstelle

Des Weiteren sind auf der Kontrollkarte folgende Daten gespeichert:

 

  • Kartenkenndaten (Kartennummer, ausstellender Mitgliedstaat, Name der ausstellenden Behörde, Ausstellungsdatum, gültig ab/bis)
  • Karteninhaberkenndaten (Name der Kontrollstelle, Anschrift der Kontrollstelle, Muttersprache)
  • Kontrollaktivitätsdaten (Datum und Uhrzeit der Kontrolle, Art der Kontrolle, heruntergeladener Zeitraum, amtliches Kennzeichen und zulassender Mitgliedstaat des kontrollierten Fahrzeugs, Kartennummer und ausstellender Mitgliedsstaat der kontrollierten Fahrerkarte)

Was muss man vorweisen können, wenn man bei einer Kontrolle ein Fahrzeug mit analogem Kontrollgerät fährt?

Wenn Sie ein Fahrzeug fahren, das mit einem analogen Kontrollgerät ausgerüstet ist, müssen Sie den Kontrollbeamten auf Verlangen jederzeit Folgendes vorlegen können:

 

  • das Schaublatt für den laufenden Tag sowie die Schaublätter der vorhergehenden Kalendertage, an dem Sie gefahren sind ,
  • die Fahrerkarte, sofern Sie im Besitz einer solchen sind,
  • die Ausdrucke aus dem Kontrollgerät z.B. bei Defekt der Fahrerkarte,
  • Nachweis über berücksichtigungsfreie Tage der letzten 28 Kalendertage.

Was muss ich als Fahrer eines Fahrzeuges mit digitalem Kontrollgerät vorweisen können?

Wenn Sie ein Fahrzeug fahren, das mit einem digitalen Kontrollgerät ausgerüstet ist, müssen Sie den Kontrollbeamten auf Verlangen jederzeit folgendes vorlegen können:

 

  • die Fahrerkarte, deren Inhaber Sie sind,
  • die Schaublätter der letzten 28 Kalendertage, falls Sie in dieser Zeit ein Fahrzeug gelenkt haben, das mit einem analogen Kontrollgerät ausgerüstet ist,
  • Nachweis über berücksichtigungsfreie Tage der letzten 28 Kalendertage.

Können mit der Kontrollkarte alle digitalen Tachographen überprüft werden?

Ja, die Kontrollkarte kann produkt- und herstellerübergreifend eingesetzt werden.

Informationen für die Kontrolle im Betrieb

In welcher Art und mit welchem Inhalt erfolgt die Kontrolle im Betrieb?

Die Kontrolle ist unabhängig von der Art der verwendeten Geräte